2016

Segeltörn "Landrath Küster"

test

Eine Seefahrt , die macht lustig…

…. das war in diesem Sommer das Motto unseres Veranstaltungs-Highlights für die „Helvetianer“ - ein Ausflug mal richtig maritim und zünftig. Treffpunkt war am Sonntag, den 17. Juli, schon sehr früh morgens an den Landungsbrücken, um erst einmal mit der öffentlichen Fähre, einem sogenannten „Bügeleisen“, nach Finkenwerder zu gelangen, wo bereits der Rest der 23 Teilnehmer auf uns wartete. Pünktlich um 9 Uhr, mit der steigenden Tiede lief die „Landrath Küster“, ein um 1890 gebauter Hochsee-Fischkutter, mit uns, den sogenannten “Landratten“, aus. Unter Kapitän Meyer und 6 weiteren ehrenamtlichen Besatzungsmitgliedern ging es aus dem Museumshafen Finkenwerder in Richtung Elbe, vorbei an Nienstedten, Blankenese und Wedel, Ort der Schiffsbegrüssungs-Anlage. Zwar hatte sich anfangs die Sonne noch verweigert, aber immerhin blieb es trocken. So konnten wir uns alle an Deck aufhalten und von dort das Ufer mal aus einer anderen Perspektive sehen als von einem Kreuzfahrtschiff. So nahe am Wasser zu sein, ein Erlebnis der besonderer Art, bescherte allerdings einigen Teilnehmern - wie sie erst später daheim bemerkten - einen Sonnenbrand. Gut gelaunt schipperten wir, allerdings noch ohne Segel, elbabwärts Richtung Stade. Jetzt gab es zur ersten Stärkung ein schweizerisches „Znüni“, eine Picknicktüte mit frisch gebackenen Brötchen, Schweizer Schokolade, Äpfeln und sogar einer „Tüte“ für alle Fälle.
Beeindruckend waren all die grossen und kleine Schiffe, die uns begegneten. Nach rund 3 1/2 Stunden erreichten wir unser Ziel, Glückstadt am rechten Elbufer. Die 1670 von Christian IV. gegründete Handelsstadt, die damals als Gegenpol zu Hamburg stand, ist berühmt für ihre Spezialität, den „Glückstädter Matjes“. Nach einem abenteuerlich anmutenden Anlegemanöver im Aussenhafen (der Hochseekutter besitzt nur einen kleinen Hilfsmotor, der nicht zum Manövrieren geeignet ist, weil auch historisch) atmeten sicherlich einige der nicht ganz so segelfesten Teilnehmer auf, um sich jetzt bei einem auf dem Schiffsdeck aufgebauten Buffett zu stärken. Verschiedene Sorten des berühmten „Poltz Matjes“, Salate und richtig gute Bratkartoffeln wurden aufgetischt, dazu Bier und der nicht fehlende Korn oder Aquavit. Das alles machte uns für die kommende Rückfahrt fit.

Nach dem Ablegen wurden auch die Segel gesetzt und der Kapitän hatte alle Mühe, seinen ehrenamtlichen Helfern seine Anweisungen zu vermitteln. Trotz des geringen Windes kam bei allen nun das Gefühl des uns versprochen „zünftigen und maritimen“ Segeltörns auf. Nach weiteren 4 Stunden, jetzt bei Ebbe, erreichten wir mit der inzwischen vorhandenen Abendsonne ohne Ausfälle wieder den Heimathafen. Es war ein sehr langer Tag, voll von neuen, ungewohnten und schönen Eindrücken - wirklich schade für all die Daheimgeblieben!

(Text+Bild: A.Martin,K.Hildebrand)