Lufthansa Technik Werftführung

Lufthansa Technik Werftführung

Nach langer Vorplanung ging es nun endlich am 15. Juni zur Lufthansa Technik, der Luftwerft am Rande des Hamburger Flughafens. Bereits in den 50er-Jahren entstand auf dem Gelände ein Reparatur- und Wartungsbetrieb, der sich in den Jahren bis heute zum Weltmarktführer mit 34 Milliarden Euro entwickelte, mit 27.000 Mitarbeitern in fünf Kontinenten. Das Tätigkeitsfeld der Lufthansa ist in fünf Geschäftsfelder aufgeteilt: Wartung, Flugzeugüberholung, Geräteversorgung, Triebwerke, Fahrwerke sowie Erstausstattung und Wartung von VIP - Flugzeugen.

Ein Vortrag und ein Film vermittelten zu Beginn der Führung erste Einblicke in die Arbeit der Lufthansa Technik AG und stellten aktuelle Entwicklungen vor. Gespannt starteten dann 38 „Flugzeug-Begeisterte“ zu der sogenannten „First Class“ Führung. Aus der ursprünglich dreistündigen Führung wurden es 4 1/2 Stunden, denn die beiden sehr versierten Führer, Mitarbeiter der Luftwerft, waren voll im Redefluss - sichtlich machte es Ihnen selbst Spaß - uns mit all den interessanten und teilweise geheimnisvollen Details über Wartungsabläufe und Ein-und Umbauten privater VIP Flugzeugbesteller zu versorgen (vor allem arabische Scheichs, die gerne mal 700 Millionen Euro für eine Jumbo ausgeben). Fotografieren war uns strengstens verboten! Trotzdem erhielten wir beim Rundgang einen Einblick über die futuristische und luxuriöse Innengestaltung vermittelt, wir sahen die Abteilung für Triebwerksüberholung, bei der immer zweit Monteure an dem gleichen Projekt arbeiten, plus anschließend einer Sicherheitsprüfung von einem außenstehenden Sachverständigen. Weiter ging es in die Abteilung für Komponenten und Ersatzteile, bis hin zur Wartungshalle, wo die einzelnen Flugzeuge je nach Flugdauer die verschiedenen „Checks“ erhalten, im Höchstfalle völlig auseinander- und wieder zusammengebaut werden. Auch werden dort die Flugzeuge der Lufthansa Gruppe mit einer neuen Inneneinrichtung, Verkleidung, neuen Sitzen, und Küchen und Toiletten versehen.

Von dieser interessanten Führung bleiben wohl die verschiedenartigsten Eindrücke bei den Besuchern haften, von den Hunderttausenden von Komponenten, die in einem Flugzeug verbaut werden bei allerhöchsten Sicherheitsstandards - aber auch das mulmige Gefühl: "Kann denn so was bei diesen vielen Einzelbauteilen überhaupt sicher fliegen?"

Nach unserem Rundgang war anschließend noch ein gemütliches „Beisammensein“ angesagt, wer noch bei Kräften war, wanderte zum Cafe und Bistro „Himmelsschreiber“ am Rande der Start- und Landebahn und sah die Aktivitäten der Flugzeug „live“ bei Bier und Tee!

(Text AM; alle Fotos sind von der "Lufthansa Technik AG, Hamburg zur Verfügung gestellt worden)

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