Jodlerkurs

Das Jodeldiplom 

Am 18. und 19. Oktober trafen sich einige Mitglieder des Schweizer Vereins Helvetia in Hamburg-Ottensen mit einem hoch gesteckten Ziel: Jodeln zu lernen! Vielerorts trifft man ja auf die Vorstellung, dass alle Schweizer jodeln können. Das ist natürlich bei weitem nicht der Fall, aber einige sangesfreudige Vereinsmitglieder wollten da gerne Abhilfe schaffen.

Dem Flyer der Jodel-Lehrerin Ursula Häse aus Berlin war folgender Spruch zu entnehmen: „Der Jodler ist ein freier, muthiger, fast übermütiger Gesang" (J.B. Sonntag, Wien 1846). Dass da viel Wahrheit drin steckt war schon ziemlich schnell klar: Beim Jodeln kommt man mit zaghafter Stimme nicht weit: Da ist wirklich ein Singen aus voller Kehle gefragt, wenn der typische Jodel-Schlag (ein Wechsel zwischen Brust- und Kopfstimme) zustande kommen soll. Teilweise wurde man wirklich an das Loriot´sche Jodeldiplom erinnert. Aber unter der kundigen Anleitung der Lehrerin waren schon bald alle so weit, dass zwei- bis dreistimmige Juuzer und Zäuerli erklangen. Diese urwüchsigen Gesänge trafen die Sänger mitten ins Herz und gingen echt unter die Haut. 

Am Ende dieses intensiven Wochenendes gab es zwar nicht wirklich ein Jodeldiplom. Aber für alle Teilnehmer war klar, dass das Gelernte unbedingt vertieft und verfeinert werden sollte. Wer weiß, vielleicht gibt es ja schon bald den Jodelchor Helvetia, Hamburg! Der Grundstein dazu ist gelegt und man kann gespannt sein, was da draus noch wächst.

(Bild+Text: A. Kurmann; B. Schnackenberg)

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